Das Buch vom Meer

Ein Sehnsuchtsbuch

über die Freiheit und das Glück, die Naturgewalten zu spüren

Zwei Freunde in einem kleinen Boot, die sich einen lang gehegten Traum erfüllen: Aus den Tiefen des Nordatlantiks wollen sie einen Eishai ziehen, jenes sagenumwobene Ungeheuer, das sich nur selten an der Oberfläche zeigt. Während sie warten, branden wie Wellen die Meeresmythen und Legenden an das Boot, und Morten A. Strøksnes erzählt von echten und erfundenen Wesen, von Quallenarten mit dreihundert Mägen, von Seegurken und Teufelsanglern.

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Das Buch vom Meer

oder Wie zwei Freunde im Schlauchboot ausziehen, um im Nordmeer einen Eishai zu fangen, und dafür ein ganzes Jahr brauchen

   Dreieinhalb Milliarden Jahre sollten vergehen von der Entwicklung ersten primitiven Lebens im Meer bis zu Hugo Aasjords Anruf, der mich an einem späten Samstagabend im Juli, während eines lebhaften Abendessens im Zentrum von Oslo, erreichte.
   »Hast du die Wettervorhersage für nächste Woche gesehen?«, fragte er.
   Wir warteten schon lange auf eine bestimmte Wetterlage. Nicht auf Sonne oder warme Temperaturen, nicht einmal auf trockenes Wetter. Was wir brauchten, war möglichst wenig Wind im Gebiet zwischen Bodø und den Lofoten, genauer gesagt im Vestfjord. Und wer im Vestfjord auf Windstille wartet, sollte Geduld mitbringen. Wochenlang hatte ich den Wetterbericht verfolgt. Ständig wurde starker oder frischer Wind vorhergesagt, nie nur eine leichte Brise oder gar Windstille. Am Ende schaute ich mir die Prognosen gar nicht mehr an und verfiel in den trägen Osloer Ferienrhythmus aus warmen Tagen und milden Nächten.

Als ich jetzt die Stimme von Hugo hörte, der Telefonieren hasst und nur anruft, um wichtige Nachrichten zu 8 überbringen, wusste ich, dass die Langzeitvorhersage endlich stimmte.
   »Ich besorge mir morgen ein Ticket und lande am Montagnachmittag in Bodø«, antwortete ich.
   »Gut, bis dann.«

Im Flugzeug nach Bodø sah ich aus dem Fenster auf das hinunter, was ich mir als aufgefalteten Meeresboden vorstellte. Vor ein paar Milliarden Jahren war die ganze Erde von Wasser bedeckt gewesen, vielleicht mit Ausnahme einiger weitverstreuter kleiner Inseln. Noch immer macht das Meer siebzig Prozent der Erdoberfläche aus. Jemand hat einmal geschrieben, unser Planet sollte eigentlich nicht »Erde« heißen, sondern »Meer«.

Unter mir erstreckten sich Gebirge, Wälder und Hochebenen, bis wir schließlich Helgeland erreichten. Dort öffnete sich das Land zum Westen hin in Fjorde und schäumendes Meer, bevor sich die Grenze zwischen Himmel und Wasser am Horizont in einem Grauschimmer auflöste, der an Vogelfedern erinnerte. Jedes Mal, wenn ich Oslo verlasse und in den Norden reise, habe ich das Gefühl von Befreiung – Befreiung vom Leben im Landesinneren, von den Ameisenhaufen, den Tannen, den Flüssen, den Süßwasserseen und dem gurgelnden Moor. Raus aufs Meer, frei und endlos, rhythmisch und wogend wie die alten Seemannslieder aus der Zeit der Segelschiffe. Sie wurden über die Weltmeere hinweg bis in klassische Häfen wie Marseille, Liverpool, Singapur und Montevideo gesungen, während man an Deck die Segel hisste, trimmte oder reffte.

Über Morten A. Strøksnes

Martin A Stroeksnes

Morten A. Strøksnes, 1965 in Kirkenes an der Barentssee geboren, hat Philosophie, Literaturwissenschaft und Geschichte in Oslo und Cambridge studiert. Er lebt heute als Journalist und Autor in Oslo. Er publiziert in renommierten Medien und hat mehrere viel beachtete Sachbücher vorgelegt. 2011 bekam Strøksnes den Preis des Sprachrats, der für Sachbücher von herausragender literarischer Qualität vergeben wird. „Das Buch vom Meer“ ist sein neuntes Buch und wurde in Norwegen zum Nr.-1-Bestseller. Es erhielt den Kritiker-Preis und den Brage-Preis, den wichtigsten norwegischen Buchpreis, und erscheint in über 15 Ländern.

Visuals und Zitate

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Martin A Stroeksnes

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